Apothekerberuf

Der Apotheker heute

Apotheker zu sein, ist interessant und abwechslungsreich.
Nur in der Pharmazie kann man sich mit so unterschiedlichen wissenschaftlichen Bereichen wie Physiologie, Anatomie oder pharmazeutischer Chemie befassen.

 

Wie komplex und modern der Apothekerberuf ist, sieht man bei einem Blick hinter die Kulissen. Apotheker sind Generalisten des Arzneimittels und kompetente Medizinalpersonen.

Ein Hauptanliegen des modernen Gesundheitswesens ist die Prävention. Dank der Gesundheitsberatung in der Apotheke verfügen wir in der Schweiz über ein dichtes Beratungsnetz, das für alle Personen frei zugänglich ist.

Die Tätigkeitsfelder eines eidg. dipl. Apothekers sind sehr unterschiedlich; er kann in den folgenden Bereichen arbeiten: Registrierung, Spital, Berufsverband, Offizin, Bundesamt, Schule, Qualitätssicherung, Berufspolitik, Forschung, Kanton.

Themen:
Von der Handwerkskunst zur Naturwissenschaft Dienstleistungen
Arzneimittelversorgung + Beratung Ausbildung zum Apotheker
Der Offizinapotheker . . . . . . Der Apotheker im Mittelalter
Herstellung von Arzneimitteln    
Von der Handwerkskunst zur Naturwissenschaft

Der Apothekerberuf als eigenständiger Beruf entstand im Jahre 1241, als Kaiser Friedrich II per Dekret die Herstellung der Arzneien von der Ausübung der Heilkunde trennte und so den Apothekerberuf vom Beruf des Arztes abgrenzte.

In den vergangenen 750 Jahren hat sich die Arzneimittelkunde dann von einer - zum Teil von Aberglauben und Magie angehauchten - Handwerkskunst zu einer anerkannten Naturwissenschaft entwickelt.

Heute versteht man unter "Pharmazie" die Lehre von der Entwicklung, Herstellung, Wirkung und Anwendung von Arzneimitteln. Parallel zur "Pharmazie" hat sich natürlich auch das Berufsbild des Apothekers entwickelt. Apothekerinnen und Apotheker sind Spezialisten des Arzneimittels mit breitem Hintergrundwissen und - in Ergänzung zur medizinischen Ausbildung des Arztes - hauptsächlich naturwissenschaftlich ausgebildete Medizinalpersonen.

Friedrich II.

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Kaiser Friedrich II
Wikimedia Commons, freies Medienarchiv
Arzneimittelversorgung sichern und Patienten beraten

Der Offizinapotheker ist der Fachmann für alle Fragen rund um Arzneimittel. Er besitzt den Überblick über das gesamte Arzneimittelangebot, bietet fachkompetente Beratung an und garantiert die Arzneimittelversorgung der Bevölkerung.

Durch das umfassende Sortiment, die kurzfristige Besorgung von Nichtlager-Arzneimitteln und die weitgehende zeitliche Verfügbarkeit übernimmt der Offizinapotheker eine massgebliche Verpflichtung gegenüber der Öffentlichkeit und den Behörden.
Die Arzneimittelversorgung umfasst die Beschaffung, Lagerung, Abgabe und Entsorgung.

Im Rahmen der pharmazeutischen Patientenbetreuung unterstützt der Apotheker den Arzt unter Wahrung des Berufsgeheimnisses mit patientenbezogenen Daten und Informationen. Die Zusammenarbeit zwischen Arzt und Apotheker ist im Interesse des Patienten unerlässlich.


© A_Bruno Fotolia

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Der Offizinapotheker . . . . . .

Der Offizinapotheker führt die ärztlichen Verordnungen aus und überprüft die Medikation des Patienten. Er liefert alle notwendigen Informationen über die Arzneimitteltherapie. Er veranlasst den Patienten zur Befolgung der Medikation und steht ihm während der ganzen Therapiedauer mit fachlichem Rat und Dienstleistungen zur Verfügung.

Der Offizinapotheker gewährleistet durch die pharmazeutische Beratung und Kontrolle einen sachgerechten Einsatz des Medikamentes in der rezeptfreien Arzneimitteltherapie. Das Beratungsgespräch mit dem Patienten und allfällige Abklärungen führen zur Festlegung einer zweckmässigen Medikation oder zur Zuweisung an den Arzt, gegebenenfalls auch zur Empfehlung, andere Massnahmen zu ergreifen. Die Betreuerfunktion umfasst die Begleitung und Motivation des Patienten während der Therapiedauer.

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Herstellung von Arzneimitteln

Die Eigenherstellung hat aufgrund des grossen Abgebotes an industriell gefertigten Arzneimittel an Bedeutung verloren.

Aber gerade in einer Zeit, da die grossen Pharmafirmen sich zunehmend auf umsatzträchtige Medikamente konzentrieren und dabei wenig gebrauchte oder ausgefallene Medikamente vom Markt nehmen, ist der Bedarf an individuellen (sogenannten „Magistralrezepturen“) ein wichtiges Angebot, welches sowohl von den Ärzten als auch den Kunden sehr geschätzt wird.

Deshalb werden in den Labors der Apotheken regelmässig Salben, Kapseln mit speziellen Kinderdosierungen, verschiedene flüssige Zubereitungen oder auch Hausspezialitäten hergestellt.

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Dienstleistungen
Klinische Messungen
Reiseberatung

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Prävention

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Klinische Analysen/Messungen(Blutzucker, Cholesterin, Urinstatus, Blutdruck) Vorsorge auf Reisen: Reiseapotheke, Malaria, Impfungen Präventionskampagnen und Gesunderhaltung (z.B. Raucherentwöhnung)
     

Kmpressionstrümpfe

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Hautpflege, Kosmetik
Hautpflege Kosmetik
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Schwangerschaft
Hautpflege Kosmetik
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Beratung und Anpassen von Venenstrümpfen Hautpflege/ Kosmetik Säuglingsernährung, Medikation bei Schwangerschaft und Kleinkindern
 

Tiergesundheit

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Hauslieferdienst auf Stadtgebiet
Sanitätsartikel
Veterinärprodukte Hauslieferdienst Sanitäts- und Orthopädieartikel
     
Alternative Heilmethoden
Alternativmetdizin, Vitalstoffe
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Ernährungsberatung
Ernährungsberatung
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Mietartikel
Mietgeräte aller Art
Alternativmedizin (Homöopathie, Spagyrik, Vitalstoffe, etc.) Hautpflege/ KosmetikErnährungsberatung Mietartikel: Inhalationsgeräte, Krücken, Babywaagen, Milchpumpen
     


 
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Ausbildung
 
  Tausend Möglichkeiten

Der Weg zum Apotheker führt über das faszinierende naturwissenschaftliche Pharmaziestudium. Es beinhaltet Biologie, Chemie, Physik, Pharmazie und Pharmazeutik. Deshalb stehen Ihnen nach dem Abschluss viele Möglichkeiten offen – von der Apotheke über die Industrie bis zur Forschung. Und Sie haben die Freiheit, sich erst gegen Ende des Studiums für Ihren weiteren Weg zu entscheiden.

  Etappenziel in fünf Jahren

Bereits nach vier Jahren Studium und einem Jahr Assistenzzeit (Praktikum) kann man in den Apothekerberuf einsteigen und finanziell unabhängig werden. Oder mit einer Dissertation kann man sich den Weg in die Forschung ebnen.

Daneben bestehen zahlreiche berufsbegleitende Weiterbildungsmöglichkeiten. Apotheker haben nie ausgelernt: Regelmässige Fortbildungskurse halten den Apotheker über Neuerungen, neue Medikamente und Therapien auf dem Laufenden.

  Vorausetzungen

Nach der eidgenössisch anerkannten Maturitätsprüfung kann das Pharmaziestudium in der Schweiz an der Universität Basel, der ETH in Zürich und der Universität Genf in voller Länge studiert werden.

Es gliedert sich in eine 3-jährige Bachelorstufe und eine 1,5- bis 2–jährige Masterstufe. Es werden zwei Arten von Masterabschlüssen angeboten: der Master in Pharmazie (für eidg. dipl. Apotheker) und der Master in pharmazeutischen Wissenschaften (Industrieausrichtung).

Die Ausbildungsziele für eidg. dipl. Apotheker sind für alle Universitäten die gleichen. Die praktische Umsetzung, d.h. die Fächerauswahl und -gewichtung sowie das Prüfungswesen können von Hochschule zu Hochschule variieren. Der Abschluss des Studiums der pharmazeutischen Wissenschaften erlaubt volle Mobilität in der EU.

  Bachelorstufe

Im ersten und zweiten Semester werden naturwissenschaftliche Grundlagen, im dritten und vierten Semester naturwissenschaftliche und medizinische Grundlagen und im fünften und sechsten Semester pharmazeutische Grundlagen vermittelt. Vor oder innerhalb dieser 6 Semester müssen ein Samariterkurs und eine 6-wöchige Famulatur absolviert werden. Der Bachelorabschluss ist nicht berufsqualifizierend und berechtigt nicht zu einer verantwortlichen Tätigkeit in einer Apotheke.

  Masterstudium für eidg. dipl. Apothekerinnen und Apotheker

Wer verantwortlich in einer Offizin- oder Spitalapotheke tätig sein oder selbständig eine solche führen will, muss diese Masterausrichtung wählen (für Ausländer bestehen teilweise Einschränkungen hinsichtlich der Prüfungszulassung und der freien Berufsausübung in der Schweiz).

Diese Masterstufe beinhaltet im ersten Jahr die Vertiefung in den Disziplinen der pharmazeutischen Wissenschaften (Wahlfächer) und die Durchführung einer selbständigen wissenschaftlichen Arbeit in einem Gebiet der pharmazeutischen Wissenschaften (Masterarbeit). Das zweite Jahr (Assistenzjahr) umfasst die patienten- und praxisorientierte Ausbildung inklusive 30 Wochen Assistenzzeit in Offizin und Spital. Nach der eidg. Schlussprüfung erhalten Absolventen dieser Masterstufe den Mastertitel der Hochschule sowie das eidg. Diplom für Apotheker.

  Masterstudium mit Industrieausrichtung

Diese Masterstufe umfasst 2 Semester Vertiefung in den Disziplinen der pharmazeutischen Wissenschaften (Wahlfächer) mit Ausrichtung Industrie je nach Angebot der Hochschule sowie 1 Semester Masterarbeit und die Masterdiplomprüfungen.

Beide Masterausrichtungen können in eine Tätigkeit in Forschung oder Industrie führen und durch ein Doktorat oder Nachdiplomstudien ergänzt werden.

  Gute Aussichten

Ein Apotheker findet heute problemlos eine Stelle. Einer Studie zufolge hat die Beschäftigungssituation auch in der wirtschaftlich schwierigen Zeit von 1993 bis 1997 nicht gelitten. Die Absolventinnen und Absolventen der Pharmazie mussten auch nicht – wie andere Hochschulabgänger – auf berufsfremde Tätigkeiten ausweichen. In der nahen Zukunft dürfte sich zwar die Apothekenlandschaft verändern, die Nachfrage nach Apothekern aber konstant hoch bleiben.

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