Am 1. Dezember 1901 wurden die Genossenschaftsapotheken der Vereinigung der Krankenkassen Schaffhausen, Neuhausen am Rheinfall und Umgebung gegründet. Die Generalversammlung vom 8. Dezember 1901 genehmigte die Statuten, die folgende Zweckbestimmung vorsahen: „Beschaffung von Heilmitteln in bester Qualität und bei möglichst billigem Preis“. Der Reinerlös sollte verteilt werden an die Sektionen des Verbandes und durch diese an ihre Mitglieder.

Im März 1902 wurden die ersten beiden Filialen in Schaffhausen und Neuhausen in eröffnet. Die Schwierigkeiten am Anfang waren immens und ein harter Widerstand von Seiten der beliefernden Firmen und dem Syndikat der Apotheker hätten das mutige Vorhaben beinahe zum Scheitern gebracht. Dem Personal wurde schon vor Antritt einer Stelle in den Genossenschaftsapotheken erklärt, dass es bei Annahme eines Vertrages boykottiert würde.

Im Laufe der Jahre konnte das Unternehmen seine Stellung im Schaffhauser Apothekenmarkt immer weiter ausbauen und erreichte seit der Eröffnung der vierten Offizin seine heutige führende Position.

In jüngerer Vergangenheit konnte der Versuch einiger Kollektivmitglieder, das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft umzuwandeln, um anschliessend durch  Fusion seine Identität zu wechseln, erfolgreich verhindert werden. In einer wegweisenden Generalversammlung von 2005 wurde die Genossenschaft erneut bekräftigt, und ein starker Zuwachs an Einzelmitgliedern zeugt seither von der breiten Unterstützung der traditionsreichen Firma durch die Schaffhauser Bevölkerung.

«zum Zitronenbaum»

Am 1. März 1902 wurde als erste der beiden «volkspotheken» die Filiale im Haus „zum Ritter“ an der Vordergasse eröffnet. Im Jahr 1910 wurde das ebenfalls an der Vordergasse befindliche Haus «zum Citronenbaum» an der Vordergasse erworben und die dort zuvor befindliche Apotheke samt Mobiliar und Warenlager übernommen. Die bisherige Apotheke «zum Ritter» wurde daraufhin zu einer Bierhalle umgebaut, bis im Jahr 1942 auch dort wieder eine Apotheke der Quidort AG eröffnete. 1938 wurde das Ladenlokal ein erste Mal umgebaut, danach 1973 und zuletzt im Jahr 2001.


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«im dorf»

Am 1. März 1902 wurde als zweite «volkspotheke» eine Filiale in Neuhausen eröffnet. Erst 1920 konnte ein eigenes Haus gekauft werden, das 1941/42 durch einen Neubau gegenüber der Post ersetzt wurde. Der Laden wurde 1977 ein erstes Mal umgebaut und erhielt 2006 durch eine Erweiterung der Verkaufsfläche sein jetziges Aussehen.

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«zum roten ochsen»

Im Jahr 1954 übernahm die «volkspotheke» die Lokalität des Hauses „zum Roten Ochsen“ von der damaligen Konsumgesellschaft und baute sie in eine Offizin um. 1984 wurde das Geschäft umgebaut und erhielt seine heutige Gestalt. 2005 wurde in einem weiteren, aufwändigem Umbau die Ladenfläche durch Erschliessung des 1. Stockwerks mit einem Kundenlift erweitert.


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«zum rüden»

Am 19. Januar 1995 eröffnete die «volkspotheke» eine vierte Offizin im völlig neu aufgebauten Gebäudekomplex der früheren Häuser Buchsbaum und Rüden an der Ecke Bahnhofstrasse/Schwertstrasse. Für den Namen der Offizin griff sie auf den ursprünglichen Hausnamen "Zum Rüden" zurück

 

 
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